Zwangsversteigerung

Die Zwangsversteigerung ist ein Vollstreckungsverfahren, bei dem der Gläubiger aus dem Erlös der Versteigerung einer Immobilie befriedigt wird. Sie wird durch das Vollstreckungsgericht auf Antrag angeordnet, § 15 Gesetz über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung (ZVG).

Wird die Zwangsversteigerung angeordnet, erfolgt die Beschlagnahme des Grundstücks, § 20 Abs. 1 ZVG. Die Benutzung und Verwaltung ist dem Schuldner dann nur noch innerhalb der Grenzen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft gestattet. Die Veräußerung des Grundstücks ist ihm untersagt, §§ 23, 24 ZVG.

Das Vollstreckungsgericht bestimmt einen Versteigerungstermin, §§ 36 ff. ZVG. Bei der Zwangsversteigerung sind nur Gebote zulässig, durch welche der Anspruch des Gläubigers sowie die Gerichtskosten gedeckt werden, § 44 Abs. 1 ZVG. Den Zuschlag erhält der Meistbietende, § 81 ZVG.

Demjenigen, der der die Immobilie ersteigert, steht ein Sonderkündigungsrecht für die bestehenden Mietverträge zu, § 57a ZVG. Dies gilt bei Wohnraum allerdings nur dann, wenn der Erwerber ein berechtigtes Interesse an der Kündigung nachweisen kann, § 573 BGB.

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