Makler Provision

Seit 2015 gilt bei der Vermietung von Wohnungen das Bestellerprinzip. Das bedeutet, dass derjenige den Makler entlohnt, der ihn beauftragt hat, § 2 Abs. 1a Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung (WoVermRG).

Auftraggeber ist in der Regel der Vermieter. Nur wenn der Makler ausschließlich auf Ersuchen des Mieters tätig wird, muss dieser die Provision zahlen. Der Vermittlungsvertrag bedarf in jedem Fall der Textform, mündliche Vereinbarungen sind nicht wirksam, § 2 Abs. 1 WoVermRG.

Für die Vermittlung einer Sozialwohnung darf keine Provision verlangt werden, § 2 Abs. 3 WoVermRG.

Das Bestellerprinzip gilt nur bei der Vermietung, nicht bei Kauf oder Verkauf einer Immobilie.

Wird die Provision vom Mieter geleistet, darf sie zwei Netto-Monatsmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer nicht übersteigen, § 3 Abs. 2 WoVermRG. Zwischen Vermieter und Makler gilt dagegen völlige Vertragsfreiheit.

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