FAQ Provision – Entrichtung, Höhe

Wieviel Provision darf verlangt werden?

Die maximal zulässige Höhe der vom Wohnungssuchenden zu zahlenden Provision ist im Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung festgeschrieben.

So darf für die Vermittlung oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Mietverträgen vom Makler kein Entgelt gefordert werden, das zwei Monatsmieten zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer übersteigt, § 3 Abs. 2 WoVermRG.

Diese Regelung gilt jedoch nur für den Wohnungssuchenden, nicht für den Vermieter. Für diesen ist die Provision frei verhandelbar. Einigen sich Makler und Kunde nicht auf eine bestimmte Höhe der Provision, gilt die ortsübliche Provision als vereinbart, § 653 BGB.

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Wer muss die Provision zahlen?

Seit dem 01.06.2015 gilt bei der Vermietung von Wohnungen das sogenannte Bestellerprinzip: Derjenige, der den Makler beauftragt hat, muss ihn auch entlohnen. Dies ist regelmäßig der Vermieter. Eine Vereinbarung, durch die der Wohnungssuchende dazu verpflichtet wird, ein vom Vermieter oder einem Dritten geschuldetes Vermittlungsentgelt zu zahlen, ist unwirksam, § 2 Abs. 5 Nr. 2 Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung (WoVermRG).

Beauftragt der Wohnungssuchende selbst den Makler, hat er dafür wie bisher die Kosten zu tragen. Zu beachten ist dabei, dass der Vermittlungsvertrag der Textform bedarf. Mündliche Verträge sind nicht wirksam.

Einige Makler versuchen, das Bestellerprinzip zumindest teilweise zu umgehen und weiterhin vom Wohnungssuchenden Zahlungen zu verlangen. So werden Reservierungs-, Besichtigungs-, und „Servicegebühren“ verlangt. Keine dieser Gebühren muss vom Mieter gezahlt werden. Vereinzelt versuchen auch Vermieter, die plötzlich anfallenden Maklerkosten durch überhöhte Abstandszahlungen abzufedern.

Das Bestellerprinzip gilt nicht beim Kauf oder Verkauf von Immobilien.

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